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[VG] Ereignisse und Erzähltes
#1

Valgard

Das Murren und Rumoren wurde dieser Tage lauter und lauter. Erst hatte man die Entbehrungen gut verkraftet. Dass sich Bauprojekte ein wenig hinzogen, war annehmbar. Nicht für alles brauchte man Holz oder externe Handelsgüter. Aber die Ressourcen erschöpften sich. Glücklicherweise mussten die Valgarder keinen Hunger leiden, aber viele Annehmlichkeiten, viele Träume lagen seit geraumer Zeit im Sterben.
Einige vermögende Händler besuchten die Stadt weniger und weniger. Andere reisten vorerst aus ihren neuen Niederlassungen ab. Und die Arbeiterklassen waren öfters betrunken vor 10 denn je. Die herzogliche Garde sorgte natürlich brutal diszipliniert für Ordnung. Trotzdem war der Unmut greifbar und wuchs wie ein Geschwür.
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#2

Valgard – Hafen


Als wären die vielen Rückschläge der jungen Nation bisher nicht genug gewesen, klagten die Fischer seit neuestem über ausbleibende Fänge. Sonst hatte man reichlich in den Netzen gehabt, aber die Fischschwärme schienen beinahe dieser Tage die Gewässer hier zu meiden.
Weiter und weiter war man gezwungen hinauszufahren und oftmals doch mit karger Ausbeute heimzukehren.
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#3

Valgard – Umland


Es waren Monde ins Land gezogen. Monde des Wachstums. Still und leise war dort vor den Mauern Valgards, weit im Süden, eingekuschelt zwischen den Sumpfausläufern und den unwirtlichen Anfängen der windigen Südküste, ein neues Eichen-Wäldchen gediehen. Zu verdächtig schnell, um in solcher Pracht schon zu gedeihen. Aber auch nicht über Nacht.
Herzogsgardisten beobachteten das Wachstum aufmerksam und endlich war die Zeit gekommen, dass die ersten Holzfäller dort arbeiten konnten.
Holz blieb noch rar, aber … endlich konnten die wichtigsten Arbeiten wieder voranschreiten.
Nur ein Name für das junge Herzogswäldchen blieb noch aus.
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#4

Valgard – Hafen und Slums


Es war wie ein Sturm, der sich zusammenbraute. Bereits geraume Zeit war die Unzufriedenheit der Fischer bekannt, seitdem die Fischzüge wie auf magische Weise aus den umliegenden Gewässern verschwunden waren. Weiter hinaus auf die See war zu gefährlich, nicht zuletzt wegen umherziehender Piraten. Hatte der Staudamm des Frustes aufgrund der zunehmenden Last erste Risse bekommen? Oder gab es einen anderen Funken, der auf diesen nährbaren Boden gefallen war, so dass sich ein Lauffeuer durch die Bevölkerung ausbreitete?

Fest stand, dass die zunehmend verarmten Fischer und von ihnen abhängige Berufszweige auf die Barrikaden gingen. Laute Protestschreie johlten durch die Straßen. Steine flogen, zusammengeschusterte Planken mit Nägeln kamen zum Einsatz. Keine ernsthafte Bedrohung für die Ordnung Valgards, wie die disziplinierten Wachen sogleich mit harter Hand zeigten. Die anständigeren Bewohner wurden angehalten, die Hafenbereiche vorerst zu meiden, während konzentrierte Präsenz von Uniformierten dort für Sicherheit und Frieden sorgte.
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